Trio con Brio Copenhagen

October 1 2013   Der Nordschleswiger, DE

Energiegeladenes Spiel begeisterte das Publikum

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Trio con Brio Copenhagen schloss Tournee mit Konzert in Apenrade ab
Jens Uwe Jessen

APENRADE/AABENRAA – (DN) Bei seinem Konzert in der Aula des Deutschen Gymnasiums am Sonntagnachmittag machte das Trio con Brio Copenhagen seinem Namen alle Ehre. Dem Bund Deutscher Nordschleswiger und dem Förderverein Konzertflügel in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Dänischen Gesellschaft der Musikfreunde von 1998 gebührt Dank, das mehrfach preisgekrönte Ensemble im Rahmen seiner Tournee im deutsch-dänischen Grenzland für ein Abschlusskonzert in Apenrade gewonnen zu haben. Ein schwungvolleres, stärker energiegeladenes Spiel der Schwestern Soo-Jin Hong und Soo-Kyung Hong (Violine und Violoncello) und Jens Elvekjærs am Flügel mit Werken russischer und tschechischer Komponisten ist kaum vorstellbar. Dazu kam eine Klangschönheit, die das Publikum von Rachmaninows einsätzigem Trio élégiaque Nr. 1 bis zu Smetanas abschließendem Klaviertrio g-Moll op. 15 in ihren Bann zog. Nach webendem Solobeginn des Violoncellos schwang sich das düstere Rachmaninow- Trio zu immenser seelischer Bewegungauf. Virtuoses Spielwerk vom Klavier und eindrucksvolle Unisono- und Kanonpassagen schufen eine verblüffende Klangvielfalt, bevor das Werk wehmütig-elegisch verstummte.

Den Schwerpunkt des Konzerts bildete das sich anschließende Trio Nr. 2 e-Moll von Dimitri Schostakowitsch. Von Trauer geprägt entstand das Trio nach dem plötzlichen Tod eines engen Freundes des Komponisten im Jahre 1944. Das Werk begann ätherisch mit einem flageolettierenden Cellosolo, sekundiert von der sordinierten Violine, um nach Eröffnung des Hauptthemas im Klavier zu ungestümen Rhythmen anzuwachsen. Kraftstrotzend und äußerst bewegt auch der zweite Satz. Streicherdominiert dann das Largo, bei dem der sich in Halbtonschritten bewegenden Violin- und Cellomelodik schwere, choralartige Klavierakkorde entgegenstanden. Geradezu vulkanisches Aufwallen im Finale ließ zuweilen den Atem stocken. Martellati wurden zu Peitschenschlägen mit dem Bogen, artistische Klavierläufe bäumten sich auf, aber auch Tänzerisches vom Klavier, mit Nachschlag der Streicher, mischte sich ein. Ein stiller, nach innen gewandter Schluss trachtete zu versöhnen. Noch ganz im Bann des grandiosen Spiels dankte das Publikum mit warmherzigem Applaus.

Auch Smetana hat mit seinem g-Moll-Trio einen Todesfall, den Verlust seiner vierjährigen Tochter Bediška zu bewältigen versucht. Ernst und wunderschön im Klang eröffnete die Violine allein das Werk auf der G-Saite. Bald kam es auch in diesem Kopfsatz zu einer stürmischen Con brio-Entfaltung sowie zu einem ausgedehnten Klavier-Soloteil. Herrliches Duospiel von Geige und Cello und Elemente einer barocken Ouvertüre enthielt der mittlere Satz mit seinem bedächtigen Schluss. Im Finale schienen Trauer und Schmerz in einer wunderbar gesanglich gespielten Cellokantilene in den Hintergrund gerückt, und nach einer ins Große und Behäbige gesteigerten Version des ursprünglich vom Klavier presto vorgestellten Hauptthemas endete das Werk mit einer lebensbejahenden Coda. Erleichterter als nach dem bedrückenden Schostakowitsch- Trio zollten die zahlreichen Besucher den exzellenten Kammermusikern anhaltenden Applaus. Eine Zugabe mit einem Satz aus Antonin Dvoáks Dumky- Trio rundete die Begegnung mit Meisterwerken slawischer Komponisten ab. Meisterlich musiziert!

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October 1 2013   Flensburger Tageblatt, DE

Trio con Brio beim deutsch-dänischen Jubiläumskonzert

von Ursula Raddatz

Hochkarätiges stand auf dem Programm des Jubiläumskonzertes der Deutsch-Dänischen Gesellschaft der Musikfreunde, die sich vor nunmehr 15 Jahren aus der gemeinsamen Musikbegeisterung und zur Musikförderung grenzüberschreitend bildete. Einleitende Grußworte, in denen sie die Musik als den wichtigen Mittelpunkt aller gemeinsamen Aktivitäten darstellten, sprachen einträchtig und zweisprachig die beiden Vorsitzenden Sus Beckedorf, Sonderburg, und Brita Schmitz-Hübsch, Flensburg.

Simon Faber, Oberbürgermeister der Stadt Flensburg, lobte vor allem die beeindruckende Bilanz der Musikliebhaber beiderseits der Grenze. Dem schloss sich der Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Europa und Kultur, Eberhard Schmidt-Elsaeßer an, der hervorhob, dass Musik keine Übersetzung benötige, sie würde überall verstanden.

Den Beweis dazu trat dann das renommierte „Trio con Brio Copenhagen“ an. Nicht nur die Internationalität der Musiker, Soo-Jin Hong (Violine) und Soo-Kyung Hong (Violoncello) kommen aus Korea, der Pianist Jens Elvekjaer ist Däne, sondern auch die Programmwahl mit Werken aus dem slawischen Raum wirkte musikalisch grenzenlos.

Wie eine sinfonische Dichtung erschien Rachmaninows „trio élégiaque Nr. 1 in g-Moll, ein kurzes, einsätziges Werk, das den Personalstil des „Trio con Brio“ sofort
hörbar machte. Trotz des eher düsteren, gedehnten Duktus setzte das Trio seine farbenfrohe, beinahe schwebende Leichtigkeit darauf, ohne an Dramatik zu verlieren, kristallklar das Klavier, emotional aufgewühlt die Streicher.

Schostakowitschs „Trio Nr. 2 e-Moll op. 67“ überwältigte mit hauchzarten Cello-Flageoletts, zerbrechlich wie dünnes Eis, in unglaublichen Höhen, einfühlsam gefolgt von der Violine, dazu das Klavier, im Stakkato hämmernd mit der Präzision einer Maschine, sich in eine Furiosität steigernd, die den Atem stocken ließ. Smetana und sein „Trio g-Moll op. 15“, bot eine ganz andere Dramatik. Das „Trio con Brio“ lotete gefälliger, aber nicht ohne Tiefe die heftigen, musikalischen Emotionen aus und bestach einmal mehr durch sein perfektes Zusammenspiel, technische Finesse, gepaart mit unnachahmlicher Klangbalance und unbändiger Musizierfreude. Minutenlang herrschte atemlose Stille im Publikum, dann brach ein Sturm der Begeisterung aus, in dem die Schluss- und Dankesworte von Ulf-Mikael Iwersen, Apenrade und Hauke Paulsen, Flensburg, beinahe untergingen.

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June 20 2013   Ensemble Magazin, DE

Phantastisch

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June 1 2013   Klassisk, DK

Skoenheden i Avantgarde

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April 8 2013   Jyllands-Posten, DK

Forfoerende overskud

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